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DAS MAGAZIN FÜR VERSCHWÖRENDE

Nicht die Erde ist bedroht, sondern der Mensch - #100Narrative




Es mangelt uns nicht an Wissen, was das Artensterben, die Erderwärmung und die Klimakrise betrifft. Wir haben Zahlen, Daten und Fakten genug. Doch in den vergangenen 50 Jahren haben wir gesehen, dass Argumente allein nicht überzeugen, inspirieren oder gar motivieren. Wir braucht neue, frische Ansätze.  

Vor allem mangelt es uns an sinn- und wertestiftenden Gegenwarts- und Zukunftserzählungen, die uns als Gesellschaft aktivieren, zusammenrücken lassen und ins Handeln bringen. Wir benötigen neue Narrative.


#100Narrative - Mit dieser Ideensammlung wenden wir uns an professionelle Kommunikatoren und Kommunikatorinnen in Unternehmen und Organisationen, an Storyteller und Kreative. Sie alle wollen wir auf abgenutzte Sprachbilder aufmerksam machen, ihnen helfen, eingefahrene Erzählmuster aufzubrechen und ermutigen, alternative Kommunikationsangebote zu machen. Diese 100 alternativen Narrative sollen Sprache verändern – aber auch Haltung und Handeln.


#01 Nicht die Erde ist bedroht, sondern der Mensch


Warnung: Was wir schon viel zu lange sagen

„Der Klimawandel bedroht die Erde, wir haben nur die eine.“ - „Patient Erde“ - „Wir müssen unseren Planeten retten“


Vorschlag: Wie es besser geht


Nicht der Planet ist der Patient. Nicht die Erde gilt es zu „retten“, sondern wir Menschen sind bedroht. Der Klimawandel verändert die Lebensgrundlage für uns Menschen (und sonstige Lebewesen). Die Erde wird weiterbestehen, wird sich sogar anpassen. Menschen leiden unter den Veränderungen – schon jetzt. Konsequenz sind Einschränkungen in unserer Lebensqualität (Wetterextreme, die zu Ernteausfällen führen, Beschädigungen von Infrastruktur, Flüchtlingen, veränderte Reiserouten etc.). Wir werden versuchen, uns anzupassen; es wird uns aber nur schwer gelingen – nicht, wenn wir unsere Lebensqualität von heute halten wollen.


Tipp: Lass dich inspirieren


  • Der Perspektivwechsel ist entscheidend: Nicht die „Erde“ sondern der „Mensch“ steht im Mittelpunkt. „Erde“ oder „Welt“ sind abstrakte Begriffe. Packender und interessanter sind immer Geschichten einzelner Menschen („Identifizierungsangebot“).

  • Man nennt diese auch „Framing“: ein Thema wird in einen anderen Rahmen gesetzt. Damit verschiebt sich der Blickwinkel auf das Thema.

  • Ist der Klimawandel vielleicht sogar besser als sein Ruf? Die Erde hat schon einige Klimakatastrophen hinter sich. Der Mensch nicht – siehe dazu Video-Essay von arte „42 – die Antwort auf fast alles

  • Buchtipp: Elisabeth Wehling, Politisches Framing: Wie eine Nation sich ihr Denken einredet - und daraus Politik macht, Herbert von Halem Verlag 2016


Let´s go: Damit kannst du sofort starten


  • Erzähle von den Einschränkungen, die der Klimawandel heute schon auslöst.

  • Konzentriere dich auf konkrete Beispiele – idealerweise aus der direkten Umgebung.

  • Suche persönliche und lokale Geschichten. Erzähle Stories von Menschen und Landschaften.

  • Erzähle so, dass man nachvollziehen kann, dass sie es wert sind, „gerettet“ zu werden.




#100Narrative für bessere (Klima)Kommunikation ist ein Projekt der Verschwörung [für das Gute] 


Foto Hannah Pemberton und Annie Spratt / Unsplash

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